Wie ich zur Wolle kam

Einer meiner besten Freundinnen hat 2 Hunde. Einen davon bildet sie gerade aus zu einem Hütehund. Eines Tages sah ich auf einer Internetplattform einen Beitrag von ihr. „Zwei Tage noch !!!“ Ich fragte mich, was sie wohl meinte und schrieb sie an.

Zur Antwort erhielt ich,dass sie bald Schafe bekommen würde. Meine nächste Frage war direkt,allerdings mehr Spass als Ernst: “ Was machst du mit der Wolle?“ Ihre Antwort verblüffte mich. „Weg werfen!“ Nein! Niemals. Ich überlegte nicht lange und fragte: “ Kann ich sie haben?“ Deal!
So und was mache ich nun damit? In meinem Kopf enstanden sofort Bilder aus meiner Vergangenheit. Da war doch mal was mit Schafwolle?? In meiner Ausbildung habe ich in einem Kindergarten gearbeitet der sehr Naturverbunden war.

Schafhaar (3)Das fand Ich persönlich damals schon sehr schön. Wir haben viel mit Naturmaterialien gearbeitet und waren viel draussen in der Natur. Und damals kam ich das erste Mal in Kontakt mit Schafwolle. Ungewaschen!! Direkt vom Schaf. Da war allerhand drin zu finden in so einem Schaffell. Von Heu und Stroh, über kleine tote Tierchen, bis hin zu Matsch und Mist! Das sah nicht sehr schön aus und vor allem roch das GARNICHT gut.
Die Aufgabe bestand nun darin diese völlig verschmutzte,verdreckte und übelstriechende Schafwolle sauber zu bekommen. Meine damalige Chefin schwörte auf Wasser und Seife und machte es uns vor. Wir ,das heisst eine Handvoll Kindergartenkinder und ich, taten es ihr nach. Die Begeisterung der Kinder hielt sich in Grenzen. Nun war es meine Aufgabe die Kinder mit Begeisterung an der Sache zu halten. Ich hörte mich schwärmen: “ Kinder riecht mal, SO riecht ein ein echtes Schaf! Hm wie das duftet!!“

Eine ganze Weile ging das gut, dann verliessen mich die Kinder um andere Dinge zu spielen. So stand ich nun ganz allein mit der Schafwolle und wusch sie so gut ich konnte sauber. Ich konnte es den Kindern garnicht verübeln. Es roch ganz furchtbar in unserem Waschraum OHNE Fenster. Heute weiss ich, dass man sowas besser in der freien Natur machen sollte.

Aber wie heisst es so schön… Nachher ist man immer schlauer. Nach dem Waschvorgang hing ich die Wäsche zum Trocknen auf einen Wäscheständer. Nach ein paar Tagen war die Wolle getrocknet und war bereit zur Weiterverarbeitung. Beim Wolle kämmen und drehen der Kardiermaschine waren die Kinder wieder dabei. Das machte ihnen Spass. Anschliessend haben wir aus der Wolle viele schöne Sachen gemacht. Irgendwie ist mir die Sache mit der Schafwolle im Kopf geblieben. Und ich möchte dieses Projekt einfach noch einmal aufgreifen. Heute ca. 18 Jahre später,reifer an Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre in meinem Beruf und in meinem Leben gewonnen habe, will ich es nochmal starten. Lasset das Projekt beginnen…. 😉

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